Alternativtext
V200 von Roco  

Das Modell der  V200 von Roco ist bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, in dieser Zeit hat es einige Überarbeitungen erhalten. Eine der ersten Ausführungen wurde mit einem enorm großen Rundmotor ausgeliefert, der zum einen den auf den ersten Blick zu vermutenden üppigen Platz des Modells weitestgehend in Anspruch nimmt, zudem zieht dieser Motor laut Berichten in einschlägigen Foren durchaus etwas mehr Strom (bis zu 1,5A spitze). Für einen Umbau auf Digitalbetrieb muss also entweder ein ausreichend starker Decoder her, oder der Motor muss ausgetauscht werden. Da die Fahreigenschaften des Motors durchaus als „gut“ beschrieben werden, kann man die Investition in einen neuen Motor aber vermeiden – sofern sich der Decoder im verbleibenden Raum unterbringen lässt.

Für den hier beschriebenen Umbau war eine V200 der oben Beschriebenen Basisausführung Grundlage, das Modell erhält im Rahmen des Umbaus einen Decoder (Tran DCX 51-2), LED-Beleuchtung sowie bei Gelegenheit RP25/88 Radsätze.
Das Gehäuse wird über zwei Schrauben auf dem Dach des Modells gelöst. Im Inneren ist ein weiteres Gewicht – ebenfalls mit zwei Schrauben -  über der Platine befestigt, wenn dieses entfernt ist, können die Führerstände mit den anhängenden Lichtleitern abgenommen werden und der Zugang zur Platine ist frei. Leider ist durch die Größe des alten Rundmotor kein Platz für den Decoder vorhanden, sodass dieser erst zu schaffen ist. Es bietet sich an, den Decoder in einer Aussparung des silbernen Metallstück unterzubringen, und zwar unter der Platine zwischen Motor und Getriebe. Der benötigte Platz entsteht durch den Einsatz einer Fräsmaschine, im Anschluss wird der Decoder sofort eingeklebt und an die „entkernte“ Platine bzw. den Motor angeschlossen. „Entkernte“ Platine bedeutet, dass Dioden und Lampen nicht mehr vorhanden, sondern lediglich die Drehgestelle an die Platine angeschlossen sind.

Nächster „Programmpunkt“ ist die Beleuchtung. Nachdem die Lampen bereits dem Entkernen zum Opfer gefallen sind, muss nun Ersatz in Form von LED her. Die Lichtleiter sind zu kürzen, wobei sich die Schnittstellen am besten mit einer Nagel-Reparaturfeile wieder glätten lassen. Pro Seite werden je eine rote und eine warmweiße LED auf eine Lochrasterplatine gelötet, die Anoden verbunden und die schmale Konstruktion auf die Platine geklebt bzw. gelötet. Die Kathoden der gegenüberliegenden, unterschiedlichen Leuchtdioden werden miteinander verbunden und an den Decoder angeschlossen.
Bevor das Modell wieder montiert werden kann, sind weitere Fräsarbeiten an der oberen Abdeckung der  Platine nötig: Die Leuchtdioden sind etwas höher als die Lampen, daher muss in der Abdeckung etwas mehr Raum geschaffen werden. Danach kann das Lokmodell wieder zusammengebaut, und die Decoderkonfiguration angegangen werden.

Mit den folgenden CV-Werten bekommt man den Rundmotor gut gebändigt (ausgelesen mit der Shareware von P.F.u.Sch):